|
Schizophrene Mutter entführt eigenes Baby Als sich
bis zum Abend nichts tat, ließen wir uns ablösen. Ich fuhr
nach Hause, hielt aber über Handy ständig Kontakt zu meinen
Mitarbeitern. Lange nach Mitternacht sprach ich das letzte Mal mit
Enver. Danach klingelte mein Telefon nicht mehr. Ich schlief mich erst
mal richtig aus, denn ich war mit Observieren erst wieder gegen Mittag
dran.Punkt 13 Uhr war ich mit Boris wieder in der Lichtenrader Straße, wir lösten Dale und Wolfgang ab. Ich war davon überzeugt, dass Erwin A. der Schlüssel zu Danielas Aufenthaltsort war. Trotzdem wurde ich langsam unruhig, denn die Pflegeeltern des Mädchens erwarteten zu Recht Erfolge - sie mussten schon zu lange Angst um Daniela haben. Ein kurzer Ellbogenstoß von Boris riss mich plötzlich aus meinen Gedanken. "Das muss er sein", sagte er knapp. Dann erst sah ich, was er meinte: Ein unrasierter Mann im schmuddeligen T-Shirt verließ das Haus. Kein Zweifel, das war unser Mann. Zu Fuß verließ er die Lichtenrader Straße. Wir ließen den Wagen stehen und beschatteten ihn aus einiger Entfernung. |
Seite 4 von 6 Drucken (PDF) |
![]() |