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Faulkrank zur Schwarzarbeit Der Herr war seinem
Chef unangenehm aufgefallen, weil er mit schöner
Regelmäßigkeit krank wurde. Rein zufällig dauerten
diese Krankheiten fast immer exakt sechs Wochen - so lange, wie
Arbeitgeber die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall leisten. Jetzt war es
mal wieder so weit. Und der Chef, Heribert D. (56), der in Tegel eine
große Bauschlosserei mit rund 40 Angestellten leitet, glaubte
nicht nur an Blaumachen, sondern hatte den Verdacht, dass Andreas B.
auch noch irgendwo anders Geld verdient. Denn in Andreas` Wohnung
konnte er anrufen, wann er wollte - er war nie zu Hause. Routinemäßig begann ich mit dem üblichen Programm - observieren, observieren, observieren. Ich hockte damals in meinem dunklen BMW 2002, den ich gegenüber der Wohnung von Andreas B. geparkt hatte. Die ersten zwei Tage tat sich allerdings so gut wie gar nichts - der Gute blieb zu Hause, außer dass er einen kleinen Spaziergang zum nächsten Kiosk unternahm. Abends rief Heribert D. wieder bei mir an. Seine Stimme konnte er vor Aufregung kaum unter Kontrolle halten: "Stellen Sie sich das mal vor, Herr Dudzus", schnaubte er, "aus einer ganz sicheren Quelle habe ich gerade erfahren, dass die Freundin dieser Person eine eigene Bauschlosserei eröffnet hat. Wenn er bei uns krank gemeldet ist, geht er bestimmt dort arbeiten." |
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