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Drogenhandel im Pharma-Konzern Einer der vier mutmaßlichen Verdächtigen war Nico B. (25). Er war Lagerarbeiter in der Firma, hatte vor Jahren einen Offenbarungseid geleistet. Wir observierten ihn einen Tag lang, ohne dass etwas geschah. Dann, als er auf der Arbeit war, stattete ich seinem Wohnhaus einen Besuch ab. Er lebte in einem abgewrackten Kreuzberger Hinterhof - Ofenheizung, Klo auf halber Treppe. Ich klingelte an allen Türen, um etwas über ihn zu erfahren. Die Sache war ein Schuss in den Ofen - die überwiegend türkischen und arabischen Hausbewohner kannten ihren deutschen Nachbarn nicht. Entnervt verließ ich die Bruchbude wieder, ging in die Kneipe im Nachbarhaus und orderte eine Gerstenkaltschale. Ich kam mit dem schwulen Zapfer ins Gespräch. "Kennst du den Nico von nebenan? Ich bin ein alter Kumpel von ihm und wollte ihn besuchen. Aber der Junge ist ja nie zu Hause", sagte ich. Und siehe da: Der Zapfer kannte ihn. "Ja, ja, der Nico", stöhnte er. "Hoffentlich haben ihn die Bullen nicht wieder eingebuchtet." Ich wagte einen Schuss ins Blaue: "Die Bullen? Wieso, hat er´s immer noch mit dem Dope?" Mein Gegenüber grinste nur: "Logisch, Mann. Die Katze lässt das Mausen nicht." Das könnte unser Mann sein, dachte ich. Allerdings: Boris und Wolfgang hatten herausgefunden, dass ein anderer Mitarbeiter der Firma einen ähnlichen Ruf hatte. Jetzt kam es darauf an, mit beiden direkt ins Gespräch zu kommen. Während sich Boris und Wolfgang auf die Kneipen in der Nachbarschaft des anderen Verdächtigen konzentrierten, setzte ich mich zwei Abende lang in die Stampe bei Nico B. |
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