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Drogenhandel im Pharma-Konzern Auch in dieser Sache durfte natürlich niemand etwas erfahren. Ein
angesehener Pharma-Betrieb, aus dessen Lagerhallen die florierende
Berliner Drogenszene mit Nachschub versorgt wurde - geradezu tödlich für
das Image. Geschäftsführer Dr. Erwin Sch. (49, Name geändert) hatte den
Fall deshalb zur Chefsache erklärt - aller höchste Priorität, Geld
spielte keine Rolle.Mit pikierter Stimme machte er mich mit den Fakten vertraut: "Sehen Sie Herr Dudzus, in der Drogenszene haben die verschwundenen Medikamente einen Schwarzmarktwert von nahezu zwei Millionen Mark. Gar nicht auszudenken, was passiert, wenn bei uns noch mehr wegkommt." Ich überlegte nur kurz. Um den Täter überführen zu können, musste ich alle Mitarbeiter überprüfen. Deshalb forderte ich Dr. Sch. auf, mir die Personalakten mitzugeben. Als er das hörte, wäre er fast in Ohnmacht gefallen. "Um Gottes willen, wenn der Betriebsrat etwas rauskriegt", sagte er und jappte nach Luft. Trotzdem ließ er sich überzeugen. |
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