Drogenhandel im Pharma-Konzern
Untreue Mitarbeiter unterschlagen Medikamente



  Ich sah mich in meinem Büro um. Rechnungen, Notizblöcke, Aktenordner und Zeitungen waren überall auf dem Boden verstreut. Es sah aus wie ein Schlachtfeld.
  Nein, nein, niemand hatte eingebrochen. Im Gegenteil: Ich hatte das Chaos selbst angerichtet - um Platz zu schaffen. Platz für meinen neuesten Fall. Auf meinen Schreibtisch, den ich vorher kurz entschlossen abgeräumt hatte, hatte ich kiloweise Papier gewuchtet. Es waren die Personalakten aller 260 Mitarbeiter einer Pharma-Großhandlung.
Gebäude Chemische Fabrik Tempelhof   Die Sache war delikat. Bei einer Inventur hatte die Firmenleitung festgestellt, dass innerhalb eines Jahres Beruhigungs- und Aufputschmittel im Wert von über 150.000 Mark verschwunden waren. Völlig klar, dass nur ein Mitarbeiter als Dieb in Frage kam.
  An solche Geschichten muss man immer mit viel Fingerspitzengefühl herangehen - die Firmen fürchten, dass ein Krimineller in den eigenen Reihen ihren Ruf nachhaltig schädigen könnte, wenn etwas durchsickert.
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